Die Facebook-Gruppen

Um euch hier nicht nur von meinen eigenen Erfahrungen zu berichten (was bei diesem Thema schnell erledigt ist), habe ich auch hier einige Bücher als Quellen hinzugezogen.
Da mir dieses anständige Ausgeleihe und wieder Zurückgebringe langsam etwas zu Kopfe steigt, habe ich mir die entsprechenden Passagen einfach aus den Büchern kopiert. Die Auswahl meiner Quellen könnt ihr hier sehen:

eigenes Foto

In diesem Beitrag soll es also um die Facebook-Gruppen gehen. Was ist das? Wie werden sie gegründet, usw..
Dazu habe ich folgende Agenda:

1. Was ist eine Gruppe (bezogen auf Facebook)?
2. Einer  Gruppe beitreten
3. Aktivitäten innerhalb einer Gruppe
4. Eine Gruppe gründen
5. Gruppen finden

1. Was ist eine Gruppe?

Jakob Steinschaden berichtet, dass es neben den normalen User-Profilen noch drei weitere Arten von Seiten gibt: offizielle Seiten (Pages), Gruppen (Groups) und Gemeinschaftsseiten (Community pages). Öffentliche Seiten gelten zumeist Personen des Öffentlichen Lebens, Unternehmen oder Marken. Sie nutzen Facebook um auf sich aufmerksam zu machen, zu werben oder ihre Kunden und Fans zu binden.
Der Unterschied zwischen Community Pages und Gruppen ist da etwas schwieriger. Beide sind dafür da, um privaten Belangen nachzugehen: Austauschen von Interessen, Hobbys oder Ähnlichem. Der größte Unterschied ist laut Steinschaden, dass man Gruppen als „geschlossen“ halten kann und ein Administrator darüber entscheidet, wer Mitglied werden darf.
E.A. Vander Veer definierte Facebook-Gruppen als solches: „Facebook Groups were collections of people who shared any interests, from the serious (such as membership in the same study group or work team) to the downright silly (like the desire to set a new record for the largest Facebook Group)” (Veer, S. 107, 2011).

Zusammengefasst in meinen Worten: Eine Facebook-Gruppe ist eine Gruppe auf Facebook die hauptsächlich dazu da ist, um Interessen oder andere ähnliche private oder berufliche Belange auszutauschen. Man kann muss ihnen dazu beitreten.
Manchmal werden die Gruppen aber auch dazu „benutzt“ um sinnlose Dinge  zu erreichen, wie z.B. einen Mitgliederrekord (siehe Definition von Veer) 😀

Veer beschreibt weiterhin, dass es 2 Arten von Gruppen gibt: „alte“ und „neue“. Die neuen Gruppen bieten eine Vielzahl an Aktivitäten an (siehe Punkt 3), während man bei alten Gruppen nur an die Pinnwand posten kann.
Auch Annette Schwindt hat dies ihn ihrem „Facebook Buch“ erwähnt. Seit 2010 gibt es völlig neu überarbeitete Gruppen die auch komplett anders aussehen als die alten.
Allgemein kann man also folgende Gruppen unterscheiden:

  • Offene Gruppen: Mitglieder und Inhalte sind öffentlich
  • Geschlossene Gruppen (Standardeinstellung): Mitglieder sind öffentlich, Inhalte sind privat
  • Geheime Gruppen: Mitglieder und Inhalte sind privat
                                                                                                                  (Schwindt, S. 169, 2011)

2. Einer Gruppe beitreten

Wie eben schon genannt, kann es sein, dass die Gruppe „geschlossen“ ist. Es gibt also offene und geschlossene Gruppen. Prinzipiell kann man nur offenen bestehenden Gruppen beitreten. Sofern die Gruppe geschlossen ist, muss ein Administrator die Beitragsanfrage genehmigen. Danach darf man sich als offizielles Mitglied der Gruppe beglückwünschen.
Zu geheimen Gruppen kann man nur eintreten, wenn man dazu von einem Mitglied eingeladen wird.

3. Aktivitäten innerhalb einer Gruppe

Ist man in einer Gruppe Mitglied, so kann man sehr viel machen, sofern die Gruppe eine „neue“ Gruppe ist (gegründet nach 2010). Neben Nachrichten, Bildern und Videos auf der Pinnwand posten, kann man auch Dateien erstellen, hochladen und bearbeiten. Des Weiteren kann man selber auch Mitglieder einladen und hinzufügen, diese müssen aber befreundet sein. Es ist auch möglich, ein Event zu gründen, das mit der Gruppe zusammenhängt.
Nicht zuletzt kann man die Gruppe natürlich auch wieder verlassen.

4. Eine Gruppe gründen

Eine Gruppe gründen kann jeder, der bei Facebook angemeldet ist. Beim Gründungsprozess muss ein Gruppenname angegeben werden der nachträglich auch wieder geändert werden kann. Außerdem werden die Privatsphäreeinstellungen eingestellt und Mitglieder eingeladen, die in die Gruppe kommen sollen. Eine Gruppe mit einer Person geht natürlich auch, verfehlt aber ihren Sinn.
Der Gründer ist gleich der Administrator. Er kann beliebige Mitglieder ebenfalls zu Administratoren ernennen.
Nur Administratoren können Anfragen zum Gruppenbeitritt erlauben oder aber bestehende Mitglieder aus der Gruppe entfernen.
Nur das Gründungsmitglied kann die Gruppe wieder löschen.

5. Gruppe finden

Eine Gruppe kann man finden, indem man einen Suchbegriff in die Suchzeile von Facebook eingibt. Es erscheinen sowohl Mitglieder als auch Gruppen und Community Pages. Beim Suchen kann man sowohl alte als auch neue Gruppen finden.

Das war mein kleiner Einblick in die Gruppen von Facebook. Sicherlich kommt euch vieles (oder fast alles?) sehr bekannt  vor.

Als letztes habe ich ein kleines Attentat auf euch vor. Facebook-Gruppen haben sowohl viele positive aber auch negative Seiten. Dazu habe ich folgende Tabelle erstellt: Wie ihr seht, fehlen die positiven Punkte.

Meine Bitte ist, mir einfach mal als Kommentar zu schreiben ob und wieso ihr in Facebook-Gruppen seid und was für Vorteile ihr dadurch erlangt/ erhofft. Danke für eure Mitarbeit! 🙂

Vorteile

Nachteile

  • Gewisse Voraussetzungen:
    – technische Basis
    – Internetdienst
  • Weitere Mitglieder erforderlich
  • Aktivität der Mitglieder von Vorteil
  • Soziale Normierung
  • Interaktion und Normen/ Rollenverteilung

Quellen:

  • E.A.Vander Veer (2011): Facebook. The Missing manual. The book that should come with the site. Sebastopol: O`Reilly Media inc
  • Schwindt, A. (2011): Das Facebook Buch. Köln: O`Reilly Verlag
  • Steinschaden, J. (2012): Phänomen Facebook. Wie eine Webseite unser Leben auf den Kopf stellt. Wien: Ueberreuter
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5 Gedanken zu “Die Facebook-Gruppen

  1. Vorteile von Facebook-Gruppen: Das Leben wird in machen Punkten leichter 😉

    Etwas konkreter:

    Bevor mein Praktikum im Ausland begann, war ich schon in drei Facebook-Gruppen, in denen Wohnungsangebote, Sprachkursangebote, Freizeitangebote etc. gepostet werden. So war ich ohne großen Aufwand schon im Bilde, bevor ich überhaupt in Spanien war.
    Jetzt wo ich hier bin, kann ich z.B. mich mit anderen Kommilitonen, die digitale Kommunikation belegen, austauschen und muss meine Fragen nicht an fünf Leute schicken, sondern einfach nur in meiner Gruppe posten (z.B. Warum funktioniert xy nicht?).
    Desweiteren verläuft auch ein Großteil der internen Kommunikation des Bürgerradios Onda Color in Spanien über eine Facebook-Gruppe, um schnell viele Mitglieder zu erreichen (Artikel dazu kommt bis spätestens Ende Januar).

    Warum bin ich also in Gruppen? Absprachen, Informationensaustausch, Angebote, Mitfahrgelegenheiten managen 😉

    Ich hoffe, das hilft dir weiter!

    PS: Negativ: Ich habe alle Benachrichtigungen ausgestellt, weil es mich persönlich stresst, wenn ich immer eine Nachricht bekomme, sowie jdm etwas postet.

  2. Sehr gut, dankeschön! 🙂
    Auch wunderbar am Beispiel erklärt 😀
    Ich habe deine Punkte zusammengefasst und bei mir schon einmal dazugeschrieben. Mal schauen ob sich noch jemand hier beteiligt und dann werde ich die Ergebnisse präsentieren.

  3. Wieso bin ich in Facebook-Gruppen:
    – gefühlt zu 90% als Arbeitsorganistation bzw Abstimmung von Terminen und ähnlichem
    – um auf dem Laufenden zu bleiben: in manche Gruppen schaue ich nur ab und zu rein, einfach, damit ich auf dem aktuellen Stand bin
    – in Kontakt mit Leuten bleiben: Anstatt eine Nachricht an alle senden, wird einfach gepostet, was gerade akut ist.

    Welche Vorteile erhoffe ich mir davon:
    – Schnelle Information und Abstimmung
    – Ich kann mich dann beteiligen, wenn ich Zeit habe (ginge jetzt am Telefon schlecht)
    – nebenher-Organistation: eigentlich mache ich gerade etwas anderes, kann mich trotzdem mit meiner Gruppe über den nächsten Termin abstimmen
    – falls ich mal Fragen habe, wird mir geholfen
    – ich kann anderen weiterhelfen

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