Gruppen und Medien

Auch hier beziehe ich mich wieder auf Nicola Döring.
Die Beziehung zwischen Gruppen und Individualmedien lasse ich hier mal außen vor, da mein Beispiel ja aus dem Sozialen Netz kommt.

Wie Frau Döring wunderbar erwähnt, sind sogenannte Netzmedien Hybridmedien. Das bedeutet, es vereint mehrere Medienarten zu einem Großen. Das kann als Beispiel Skype sein. Dieses Programm verbindet die Funktion „Briefe zu schreiben“ und zu „telefonieren“.
Durch diese Möglichkeiten, die durch das Netz und das digitale Zeitalter gegeben sind, sind Netzmedien für die Gruppenkommunikation quasi perfekt. Facebook wäre dafür schon ein ideales Beispiel.
„Soziale Gruppen, deren Mitglieder sich im Netz erstmals begegnen und deren wechselseitige Kommunikation überwiegend netzbasiert abläuft, bezeichnet man als virtuelle Gruppen(Thiedke, 2000)“ (Döring, 2003, S. 501).
Eindeutig handelt es sich bei meinem Beispiel um eine solche Gruppenart.
Weiter wird unterschieden in formale und informelle virtuelle Gemeinschaften.

Gruppenaktivität im Internet kann außerdem in (1) virtuelle Teams und (2) virtuelle Gemeinschaften eingeteilt werden.
Im Gegensatz zu den virtuellen Teams sind virtuelle Gemeinschaften eher primär veranlagt.
Oftmals sind diese Arten von Gruppen selbst gegründet. Das lässt sich auch perfekt auf mein Beispiel beziehen.
Virtuelle Teams sind dabei eher eine Art Arbeitsgruppe die über den Computer Kontakt hält, sich Ziele setzt und an einem Projekt o.Ä. zusammen über einen bestimmten Zeitraum arbeitet. Sobald die Aufgabe erledigt ist, löst sich das Team wieder auf.
Virtuelle Gemeinschaften hingegen „verbinden Teilnehmer gemeinsamer Interessen (Zielgruppenorientierung), ohne dass ein räumliches Zusammentreffen stattfindet.“ (Gabler Lexikon)

Laut Döring sind virtuelle Gemeinschaften „für die empirische Forschung sehr viel unhandlichere Untersuchungseinheiten als virtuelle Teams“ (Döring, 2003, S. 535). Ohne groß die Theorie durch eine Forschungsmethode bis jetzt belegt zu haben: ich merke das aber auch  gerade. Wie bzw. inwiefern, darauf komme ich später noch einmal zu sprechen.

Die Gruppenmitglieder können anhand ihrer Aktivität eingegliedert werden. So gibt  es zum einen (a) die Regulars bzw. Aktive, die regelmäßig Beiträge posten, (b) die Normalmitglieder bzw. Passive, die weniger posten, und die (c) sogenannten Lurker, die nichts schreiben, sondern nur mitlesen.
Das kennt ihr bestimmt auch von den Gruppen, bei denen ihr Mitglieder seid.

Soviel jetzt also nochmal zum theoretischen Hintergrund. Das war jetzt mein letzter Beitrag dazu.

Für euren Fleiß (ihr habt doch alles ordentlich mitgelesen?!) gibt es jetzt noch ein Video zum Thema Fluthilfe auf Facebook. Ab Minute 1:27 könnt ihr auch Facebook-Gruppen sehen, welche fälschlicherweise von der Moderatorin als „Seite“ betitelt wurden 😀

Quellen:

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